Der Anfang dieser Gedanken kam mir vor einiger Zeit als ich da gessesen bin. Auf einer Parkbank mit diesem Ausblick:
Es war schön auf dieser Bank. Sonne, nette Gesellschaft, schöner Blick in die Natur. Aber irgendwas war "faul" an der Sache. Ich hab immer wieder überlegt, aufzustehen und hineinzugehen in dieses schöne Stück Natur. Aber ich hatte nicht die "richtigen" Schuhe an. Und irgendwie war nicht so viel Zeit und eigentlich war das doch ganz nett auf der Bank. Ich konnte mich nicht aufraffen. Und solche Phasen gibt es auch beim Wandern durch die kleinen und grossen (Lebens-)Krisen. Und ich glaube, das sind die gefährlichsten. Lieber mit Angst über einen steilen Geröllhang rutschen (tatsächlich schon mal erlebt und zwischendurch ernsthaft bezweifelt, heil unten anzukommen) als zu lange auf der Parkbank zu sitzen. Oder nur an den asphaltierten Wegen entlang zu schlendern. Da sieht man zwar viele schöne Dinge, aber es ist fast wie im Tiergarten. Man steht nur davor. Du kannst nichts berühren. Du wirst nie schmutzig. Du hast nie die Chance, stolz auf dich zu sein, weil du etwas anstrengendes geschafft hast. Du hast keine Ahnung, wie sich der Wind anfühlt, der scheinbar verhindern will, dass du dein Ziel erreichst. Oder wie es ist, völlig ausser Atem "oben" anzukommen. Du wirst auch den Frühling nicht finden, der sich erst auf ein paar kleinen Ästen mitten im Gestrüpp versteckt hat. Und schon gar nicht kannst du beobachten, wie diese kleine Biene ihr Lebenswerk vollbringt.
Manchmal sitze ich auf dieser Parkbank und und weiss ganz genau, was ich verpasse und kann trotzdem nicht aufstehen. Das ist dann umso tragischer. Aber ich will den Frühling finden und mich von der Sonne blenden lassen. Und den Sommer spüren (barfuss) und in den See springen.
Und deswegen werde ich es schaffen. Die viel zu harmlose Parkbank wieder verlassen. Wenn nicht heute, dann morgen!
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